Wie der „Planung“-Block in FormSpace funktioniert: Kategorien, Bezeichnungen, Materialien
Erfahren Sie, wie Sie den „Planung“-Block in FormSpace optimal nutzen, um Ihr Grundstück zu zonieren, Objekte zu benennen und die passenden Materialien auszuwählen. Planen Sie effizient und vermeiden Sie Fehler.
Eine effektive Grundstücksplanung beginnt mit der klaren Definition aller Elemente, ihrer funktionalen Bestimmung und der Auswahl geeigneter Materialien. Der „Planung“-Block in FormSpace dient genau diesem Zweck, indem er es ermöglicht, das Projekt zu strukturieren, Objekten verständliche Namen zuzuweisen und deren Eigenschaften im Voraus zu berücksichtigen, was für die Visualisierung und Budgetschätzung entscheidend ist. Die korrekte Nutzung dieses Tools hilft, viele Fehler in späteren Phasen der Landschaftsgestaltung zu vermeiden.
Kategorien von Planungselementen verstehen
Beim Beginn der Grundstücksplanung ist es wichtig, alle Elemente in logische Kategorien zu unterteilen. Dies vereinfacht die Arbeit am Projekt und hilft, die Besonderheiten jedes Objekts zu berücksichtigen. In FormSpace, wie auch in der professionellen Landschaftsgestaltung, werden Objekte üblicherweise in folgende Gruppen unterteilt:
- Feste Beläge (Hardscape): Dazu gehören Wege, Terrassen, Stützmauern, Ruhebereiche. Für sie ist die Wahl von robusten, verschleißfesten und witterungsbeständigen Materialien entscheidend. Zum Beispiel sollte die Breite eines Hauptgartenweges mindestens 80–120 cm betragen, um ein bequemes Passieren von zwei Personen zu ermöglichen, und die Fläche einer Terrasse für eine 4-köpfige Familie beträgt üblicherweise 10–15 m².
- Grünflächen (Softscape): Das sind Bäume, Sträucher, Blumenbeete, Rasenflächen. Bei der Planung müssen ihre Größe im ausgewachsenen Zustand, die Anforderungen an Licht, Boden und Pflege berücksichtigt werden. Wichtig ist, die Saisonalität und Klimazone nicht zu vergessen. Mehr über die Pflanzenauswahl erfahren Sie in unserem Artikel Pflanzen für den Garten auswählen.
- Kleine architektonische Formen (KAF) und Bauten: Pavillons, Pergolen, Bänke, Brunnen, dekorative Elemente sowie Wirtschaftsgebäude, Garagen. Für diese Objekte sind sowohl Ästhetik als auch Funktionalität wichtig. Es müssen die Vorschriften für Abstände zu den Grundstücksgrenzen beachtet werden, zum Beispiel erfordern Wohngebäude üblicherweise einen Abstand von mindestens 3 Metern, während für Wirtschaftsgebäude mindestens 1 Meter gilt.
- Technische Infrastruktur: Bewässerungssysteme, Beleuchtung, Entwässerung, Regenwasserkanalisation. Diese Elemente sind oft verborgen, aber ihre korrekte Platzierung in der Planungsphase verhindert zukünftige Probleme. Zum Beispiel muss bei der Planung von Wegen und Flächen aus festen Belägen im Voraus ein Gefälle von 1-2% für die Wasserableitung vorgesehen werden, um Staunässe und die Zerstörung des Belags zu vermeiden.
Eine klare Abgrenzung dieser Kategorien ermöglicht einen systematischeren Ansatz bei der Materialauswahl und der Berechnung des Arbeitsumfangs.
Objekten aussagekräftige Namen geben
Der Name eines Objekts im Projekt sollte so informativ wie möglich sein. Vermeiden Sie allgemeine Wörter wie „Weg“ oder „Baum“. Verwenden Sie stattdessen Bezeichnungen wie „Hauptweg zum Haus“, „Terrasse an der Küche“, „Apfelbaum Sorte Antonowka am Pavillon“, „Zierteich mit Seerosen“.
Warum das wichtig ist:
- Klarheit: Jeder, der Ihr Projekt öffnet (sogar Sie selbst nach einem halben Jahr), wird sofort verstehen, um welches Element es sich handelt.
- Organisation: Es ist einfacher, Elemente in Listen zu suchen und zu filtern.
- Kommunikation: Bei der Kommunikation mit Auftragnehmern oder Designern entstehen keine Missverständnisse.
- Spezifikation: Bei der Erstellung von Kostenvoranschlägen und der Materialbestellung ist die Genauigkeit des Namens entscheidend. Zum Beispiel ist „Pflasterung aus Betonpflastersteinen (Beton, grau)“ besser als nur „Pflasterung“.
Systematisieren Sie die Namen, indem Sie Präfixe oder Suffixe verwenden, zum Beispiel: „Weg_Haupt“, „Weg_Neben“, „Baum_Apfel“, „Baum_Birne“. Dies ist besonders nützlich für große Grundstücke mit vielen gleichartigen Elementen.
Materialauswahl: Praktische Aspekte
Die Materialauswahl ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sondern auch der Funktionalität, Langlebigkeit und des Budgets. Bei der Planung in FormSpace, wenn Sie Objekten Namen zuweisen, geben Sie sofort die voraussichtlichen Materialien an. Dies hilft Ihnen, das zukünftige Grundstück anschaulich darzustellen und die Kosten abzuschätzen.
Kriterien für die Materialauswahl:
- Langlebigkeit und Verschleißfestigkeit: Für stark beanspruchte Wege und Flächen wählen Sie robuste Materialien (Pflastersteine, Beton, Naturstein). Für dekorative Elemente können weniger verschleißfeste, aber ästhetisch ansprechendere Optionen verwendet werden.
- Ästhetik und Stil: Die Materialien sollten mit der Architektur des Hauses und dem Gesamtstil des Grundstücks harmonieren. Zum Beispiel passen Beton oder Terrassendielen zu einem modernen Haus, während Granit oder Ziegel zu einem klassischen Stil passen. Berücksichtigen Sie die Farbpalette und Texturen.
- Pflege und Wartung: Einige Materialien erfordern regelmäßige Pflege (z.B. müssen Holzterrassen gegen Fäulnis behandelt werden), andere benötigen kaum Pflege. Schätzen Sie Ihre Zeit und Mühe ein.
- Sicherheit: Oberflächen sollten rutschfest sein, insbesondere in feuchten Bereichen oder an Hängen. Wählen Sie Materialien mit rutschhemmenden Eigenschaften für Stufen und Rampen.
- Budget: Die Materialkosten können erheblich variieren. Legen Sie im Voraus ein ungefähres Budget für jeden Elementtyp fest. Denken Sie daran, dass Einsparungen bei der Materialqualität in der Bauphase oft zu höheren Reparaturkosten in der Zukunft führen.
- Lokales Klima: Berücksichtigen Sie Frostbeständigkeit, Feuchtigkeitsbeständigkeit und UV-Beständigkeit. Zum Beispiel sind nicht alle Holzarten für offene Terrassen in Regionen mit strengen Wintern geeignet.
Die vorläufige Materialauswahl ermöglicht nicht nur die Visualisierung des Projekts, sondern auch den Übergang zum nächsten Schritt – der Berechnung des Umfangs und der Kosten der Arbeiten. Mehr über die Zonierung des Grundstücks und ihren Einfluss auf die Materialauswahl erfahren Sie in unserem Artikel Grundstückszonierung: Regeln und Ideen.
Typische Fehler bei der Planung und Materialauswahl
Selbst erfahrene Grundstücksbesitzer machen manchmal Fehler, die zu zusätzlichen Kosten und Enttäuschungen führen. Hier sind einige häufige Fehler:
- Ignorieren des Grundstücksgefälles: Wenn das natürliche Relief nicht berücksichtigt wird, können Probleme mit der Entwässerung, Staunässe oder die Notwendigkeit kostspieliger Erdarbeiten entstehen. Beginnen Sie immer mit einer Topographieanalyse.
- Maßstabsinkonsistenz: Zu große Elemente auf einem kleinen Grundstück oder umgekehrt zu kleine auf einem großen wirken unproportional. Zum Beispiel sollte auf einem 600 m² großen Grundstück kein 20 m² großer Teich geplant werden.
- Fehlende funktionale Zonierung: Wenn nicht durchdacht wird, wie verschiedene Teile des Grundstücks genutzt werden, können Zonen entstehen, die sich überschneiden oder ineffizient genutzt werden. Zum Beispiel kann ein Kinderspielplatz neben einem Grillbereich unsicher sein.
- Materialauswahl nur nach Aussehen: Billige oder nicht dauerhafte Materialien für stark beanspruchte Bereiche (z.B. dünne Fliesen für einen Parkplatz) werden schnell kaputtgehen. Dies ist ein typischer Fehler: „Erst billig gemacht – dann teuer umgebaut“.
- Vergessen der Infrastruktur: Das Verlegen von Kabeln für die Beleuchtung oder Rohren für die Bewässerung nach dem Verlegen von Wegen und dem Pflanzen von Pflanzen ist immer teuer und arbeitsintensiv.
- Unzureichende Berücksichtigung der zukünftigen Pflanzengröße: Wenn kleine Sträucher oder Bäume zu nah beieinander oder an Gebäuden gepflanzt werden, müssen Sie nach einigen Jahren umpflanzen oder beschneiden, was die Pflanzen oder Strukturen beschädigen kann.
Wie man in FormSpace plant
FormSpace bietet leistungsstarke Tools zur detaillierten Ausarbeitung aller Aspekte Ihrer Grundstücksplanung, einschließlich Kategorien, Bezeichnungen und Materialien. Sie können mit dem Modul 1.1 Grundstücksplan beginnen, wo zuerst die Hauptzonen (Modul 1.2 Zonen) festgelegt und dann spezifische Objekte (Modul 1.3 Objekte) hinzugefügt werden. In diesem Block können Sie Elemente auf einer interaktiven Karte platzieren, ihnen genaue Namen zuweisen, den Objekttyp (z.B. Weg, Terrasse, Baum, Strauch) auswählen und das voraussichtliche Material angeben.
Angenommen, Sie möchten einen Weg vom Gartentor zum Haus planen. Im Modul 1.3 wählen Sie „Weg“, zeichnen dessen Umriss, weisen den Namen „Hauptweg zum Haus“ zu und geben das Material „Pflastersteine, grau“ an. Anschließend fügen Sie „Terrasse an der Küche“ hinzu und wählen das Material „Terrassendielen, hellbraun“. Nachdem Sie alle Hauptobjekte und deren Materialien festgelegt haben, können Sie zum Modul 2.1 KI-Konzept wechseln, um mehrere Designvarianten zu erhalten, die Ihre Präferenzen und die festgelegten Elemente berücksichtigen. Die KI hilft Ihnen zu sehen, wie die ausgewählten Materialien und Objekte zusammenwirken werden. Und das Modul 3.1 Design nach Foto ermöglicht es Ihnen, zu beurteilen, wie bestimmte Materialien und Objekte in die reale Landschaft Ihres Grundstücks passen, indem es fotorealistische Visualisierungen auf Basis Ihrer hochgeladenen Fotos erstellt. Dies ist ein entscheidender Schritt, um endgültige Entscheidungen vor Beginn jeglicher Bauarbeiten zu treffen und kostspielige Nacharbeiten zu vermeiden.
Häufige Fragen
Kann ich das Material eines Objekts ändern, nachdem es zum Plan hinzugefügt wurde?
Ja, in FormSpace können Sie jederzeit zu jedem Objekt auf dem Plan zurückkehren und dessen Eigenschaften, einschließlich Name und ausgewähltem Material, ändern. Dies ermöglicht es Ihnen, mit verschiedenen Optionen zu experimentieren und fundierte Entscheidungen zu treffen, ohne alles neu zeichnen zu müssen. Die Flexibilität des Tools ermöglicht es, das Projekt an sich ändernde Präferenzen oder Budgetbeschränkungen anzupassen.
Wie hilft der „Planung“-Block bei der Budgeterstellung?
Die klare Definition aller Objekte, ihrer Größen und der voraussichtlichen Materialien in der Planungsphase ist die Grundlage für die Erstellung eines genauen Kostenvoranschlags. Wenn Sie die Fläche der Wege, das Volumen des Rasens oder die Anzahl der Pflanzplätze für Sträucher sowie die ungefähren Preise für die ausgewählten Materialien kennen, können Sie eine vorläufige Kostenschätzung erhalten. Dies vereinfacht die Finanzplanung erheblich und hilft, unvorhergesehene Ausgaben zu vermeiden.
Was tun, wenn ich mich nicht für ein Material entscheiden kann?
Wenn Sie sich bei der Materialauswahl unsicher sind, kann FormSpace bei der Visualisierung helfen. Versuchen Sie, mehrere Designvarianten mit verschiedenen Materialien für dasselbe Objekt zu erstellen, indem Sie die Module KI-Konzept und Design nach Foto verwenden. Der Vergleich fotorealistischer Bilder hilft Ihnen, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur auf Beschreibungen, sondern auch auf einer visuellen Darstellung basiert.
Muss ich genaue Objektmaße in der Planungsphase angeben?
In der Phase der Gesamtplanung ist es wichtig, ungefähre, aber ausreichend genaue Maße anzugeben, um Proportionen und Funktionalität der Zonen zu beurteilen. Zum Beispiel ist es für eine Terrasse wichtig zu wissen, ob ein Tisch für 6 Personen Platz findet. Genaue Maße bis auf den Zentimeter sind erst in der Detaillierungsphase und bei der Erstellung von Arbeitszeichnungen erforderlich, aber die Gesamtmaße sind für das Konzept entscheidend.
Kann ich in FormSpace eigene, nicht standardisierte Materialien verwenden?
FormSpace bietet eine umfangreiche Bibliothek an Standardmaterialien, aber wenn Sie spezifische Anforderungen haben oder einzigartige Materialien verwenden möchten, können Sie diese im Objektnamen oder in zusätzlichen Anmerkungen angeben. Obwohl das System ein nicht standardisiertes Material nicht automatisch visualisieren kann, können Sie es dennoch in der Planung und im Kostenvoranschlag berücksichtigen und in der Beschreibung für Auftragnehmer verwenden.
Wie berücksichtige ich die Saisonalität von Pflanzen bei der Planung?
Bei der Auswahl und Platzierung von Pflanzen im Plan ist es wichtig, ihre saisonalen Veränderungen zu berücksichtigen: Blüte, Blattfärbung, Fruchtbildung. Obwohl FormSpace dies im Planungsmodul möglicherweise nicht direkt anzeigt, können Sie diese Informationen in die Objektnamen (z.B. „Ahorn rot Herbst“) aufnehmen oder das Modul Design nach Foto verwenden, um das Grundstück zu verschiedenen Jahreszeiten darzustellen, falls dies für das Konzept entscheidend ist.
Wie viele Objekte muss ich mindestens hinzufügen, um zu beginnen?
Um mit FormSpace zu beginnen, genügt es, die Schlüsselobjekte hinzuzufügen, die die funktionale Zonierung Ihres Grundstücks bestimmen. Dies können die Hauptwege, ein Ruhebereich, eine Rasenfläche und einige große Bäume sein. Im Verlauf des Projekts können Sie kleinere Details und dekorative Elemente hinzufügen und so die Detaillierung Ihres Plans schrittweise erhöhen.
Der nächste Schritt zu Ihrem idealen Grundstück
Eine detaillierte Ausarbeitung der Planung, einschließlich Kategorien, Bezeichnungen und Materialien, ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Landschaftsprojekt. Mit den Tools von FormSpace können Sie nicht nur Ihren Traum visualisieren, sondern auch eine solide Grundlage für dessen Umsetzung schaffen. Beginnen Sie mit der Planung, experimentieren Sie mit Optionen und gestalten Sie ein Grundstück, das Sie viele Jahre lang erfreuen wird.
Veröffentlicht:

Volodymyr Vybornyi
Landschaftsdesigner, Gründer von https://formspace.design/
Schreibt über Landschaftsdesign, Business und moderne computergestützte Planungswerkzeuge für Landschaften – einschließlich KI.